Großhandel wieder populärer – prompte Lieferung und Marketinghilfen für Kunden.
Produzenten vermarkten wieder mehr über den Handel. Vertriebsnetz und schnelle Logistik wie sie Carl Goetz besitzt, sind attraktiv. Den Kunden bietet der Neu-Ulmer Holz-Großhändler Hilfe bei der Vermarktung.
Es sind namhafte Branchengrößen, wie Klenk Holz AG oder Konstrukto/Pfeifer, die sich jetzt der Vorteile der Vertriebsstruktur von Carl Goetz, Neu-Ulm, DE, bedienen. „Der Großhandel wird wieder populärer“, berichtet Geschäftsführer Max Zumsteg. Immer mehr Produzenten würden ihren Vertrieb jetzt wieder zum Handel verlagern. Langfristiger Ausbau Die zwölf Filialen deutschlandweit werden längerfristig ausgebaut. Derzeit ist in München ein Neubau im Entstehen, die Einweihung erfolgt Anfang 2011. „Die Investitionen in den Kundenservice werden noch verstärkt“, sagt Zumsteg, „wir schaffen auch für die Importware noch mehr Platz.“
Schlankere Fachabteilungen
„Kunden sollen bei uns möglichst direkt an den richtigen Ansprechpartner gelangen, das ist unser Ziel“, so Zumsteg, „deshalb haben wir unsere acht Fachabteilungen auf vier verschlankt.“ Oft seien Sortimente voneinander abhängig, aber in verschiedenen Abteilungen beheimatet. „Das haben wir jetzt zusammengefasst. Für den Kunden bedeutet das direktere Wege.“ Die Sortimentstiefe weist auch regionale Besonderheiten auf: „Unsere Niederlassungen haben bei der Sortimentsgestaltung relativ freie Hand. Sie sollen anbieten, was der Kunde in ihrer Region braucht. Eingekauft wird aber zentral, die Vorteile daraus machen sich dann für die Kunden im Preis bemerkbar.“ Das vollautomatische Hochregal in Neu-Ulm wird im Zweischicht-Betrieb geführt. Im Umkreis von 50 km verspricht man bei Auftragseingang bis 15 Uhr die Lieferung bis spätestens nächsten Tag. Viel Wert legt man im Unternehmen auch auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Ab nächstem Jahr besitzen Bremerhaven, Trennfeld und Neu-Ulm die FSC- sowie PEFCZertifizierung, später im Jahr folgt Herford. Damit kann bei Tropenholz ein lückenloser Nachweis über soziale Verantwortlichkeit und nachhaltiges Wirtschaften vom Wald bis zum Endverbraucher geführt werden.
Marketinghilfen
„Es ist eine Vielzahl an Kleinigkeiten, die einen besser als die Mitbewerber werden lassen“ sagt Zumsteg. „Wir bieten deshalb neuerdings verstärkt Marketinghilfen.“ Denn, wenn den Tischlern das Vermarkten ihrer Produkte leichter gemacht würde, könne das für Carl Goetz nur gut sein. Letzter Streich daher: ein Musterkoffer mit Bodenbelägen. Gibt‘s schon, meinen Sie? Aber nicht herstellerübergreifend!
KVH-Marktmeinungen.
„Enorme Preissprünge belasten“ Der strenge Winter hat zwar nicht viel Bauaktivität zugelassen, doch die Auftragslage bei den Holzbaubetrieben ist gut. Der sich belebende Wohnbau und der steigende Holzbauanteil (einige Bundesländer noch unter 10%) bringt eine Belebung der KVHNachfrage.
Des Weiteren ziehen die in allen Gebäudetypen laufenden energetischen Sanierungen umfangreiche Dachstuhlsanierungen, -erweiterungen oder -aufstockungen nach sich. Qualitätsbewusste Bauherrn und Planer setzen eher auf KVH als auf Bauholz nach Liste.
Diese gute Nachfrage trifft angebotsseitig auf ein verknapptes Rohwarenangebot und teils querschnittsabhängig niedrige Lagermengen bei den Herstellern und Händlern. Die daraus resultierenden Preiserhöhungen sind für den Ertrag sicherlich überfällig – wo die Grenze aber zur spekulativen Überhitzung mit dem Motto „Panikkäufe treffen auf Produktionsbremse“ liegt, wird sich zeigen. Zumal auch nicht kalkulierbare Faktoren wie Sturm- oder Käferholz den Markt jederzeit beeinflussen können.
Auch die Entwicklung wichtiger Exportmärkte ist schwer vorhersagbar. Hohe KVH-Preise verbessern natürlich auch wieder die Marktchancen für Ersatzprodukte wie den T-Träger, was auch ein regulierendes Element sein kann.
2010 sollte für alle Holzhändler ein gutes Jahr werden, die auf umfangreiche eigene Lagerhaltung setzen und aufgrund einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Industrie hoffentlich weiterhin ausreichend versorgt werden. Aus Händlersicht wäre künftig eine stetigere Preisentwicklung in kleinen Schritten wünschenswerter als die enormen Ausschläge der Vergangenheit, damit wir unseren Holzbaukunden mit einer kalkulierbaren Basis mehr Planungssicherheit geben können.
Mit großem Erfolg auf dem Holzweg.
Mit ihrer immensen Produktvielfalt und ihren besonderen Service-Modellen spielt die Neu-Ulmer Carl Götz GmbH im deutschen Holzhandel nicht nur eine bedeutende, sondern auch eine von erfolgreichen Expansionen geprägte Rolle.
Sogar der Papst steht auf Holz von Carl Götz. Denn als der Oberhirte der katholischen Christenheit München besuchte, war das Podest, auf dem er stand, mit von Götz geliefertem Holz gefertigt. Die Carl Götz GmbH gehört zu den fünf größten Holzhändlern in Deutschland. Geleitet wird das Neu-Ulmer Familienunternehmen heute von drei Geschäftsführern und Gründernachfahren: Carlos Zumsteg, Philipp Zumsteg und Maximilian Zumsteg. Carlos Zumsteg ist nach der internen Regelung zuständig für den Einkauf und die Beziehungen zu den Lieferanten, Max Zumsteg für den Verrieb, für Großkunden, den Außendienst und das Marketing. Philipp Zumsteg für die Finanzen und die Organisation des Unternehmens. Und bereit steht mit Christoph Zumsteg schon der erste der nächsten Familiengeneration.
Von Ahorn bis Zebrano – Holzhändler des Jahres 2010.
Mit Ablauf des vergangenen Jahres wurde der Stadtentwicklungsverband Ulm/Neu-Ulm 10 Jahre alt. Aus diesem Anlass wurde diese Broschüre erstellt (8,5 MB). Dargestellt sind insbesondere die Gewerbegebietsetwicklung in beiden Städten und die durchgeführten Maßnahmen des Standortmarketings in dieser Zeit. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre.
„Es gibt nicht den entscheidenden Erfolgsfaktor, sondern mehrere Details, wie das Lagerprogramm, den Service und das Marketing, die zum Erfolg beitragen“, sagt Carl-Götz-Geschäftsführer Max Zumsteg zum Erhalt des Holzkurier-Preises „Holzhändler des Jahres 2010“. Ausschlaggebend für die Ernennung von Carl Götz, Neu-Ulm/DE, war die große lagernde Produktvielfalt, mit der das Unternehmen auf dem Markt vertreten ist.
In über 60 Jahren entwickelte sich Carl Götz zu einem der führenden Unternehmen in der europäischen Holzhandelsbranche. Die Wurzeln liegen im Handel mit Sperrholz und Furnieren. Das Unternehmen ist traditionell global im Einkauf aktiv und erschließt kontinuierlich neue Bezugsquellen.
So hat man zum Ausbau der Importkompetenz den Generalvertrieb für ein polnisches Laub-Massivholzwerk, ein tschechisches Nadel-Sperrholzwerk und ein amerikanisches Sägewerk übernommen. Dadurch wird neben einer hohen Produktqualität auch die Warenverfügbarkeit gesichert. 1986 wurde das Unternehmen Andreas Popp als 100 %-ige Tochter in die Carl-Götz-Firmengruppe integriert. Die Standorte Kulmbach/DE und Auerbach sind mittlerweile wichtige Pfeiler von Carl Götz geworden. 2004 wurde der Neubau der Zentrale in Neu-Ulm eingeweiht, 2008 dann Eichenauer, Duisburg, übernommen. „Carl Götz will auch in Zukunft konsequent investieren und plant für 2010 in der Niederlassung München den Bau einer neuen Halle. In der Niederlassung Bamberg wurde 2009 ein Grundstück zur Erweiterung der Lagerkapazität gekauft.
Konsequent an der Großhandelsidee ausgerichtet, bleiben wir dem Credo des Firmengründers treu. Dessen Maxime war es stets, verantwortlich zu handeln wie ein Kaufmann, die Menschlichkeit aber nie außer Acht zu lassen“, weiß Zumsteg. „Und so ziehen bei uns alle an einem Strang – von der Chefetage bis zum Lager. Mit schnellen Reaktionszeiten, kurzen Entscheidungswegen und großer Kundenorientierung. Die Carl-Götz-Firmengruppe wird auch in Zukunft mit über 400 ‚Familienmitgliedern‘ ein persönlich geprägtes Unternehmen bleiben.“
Lagerprogramm und Warengruppen
Laut Zumsteg sind die 13 Niederlassungen mit über 400.000 m² Betriebs- und Lagerfläche ein Erfolgsfaktor. Durch einen innerbetrieblichen Warenaustausch haben die Kunden Zugriff auf 12.000 Artikel. Es gibt fixe Austauschtage, an denen die Waren transportiert werden. Dabei sind die Standorte in Süd-, Mittel- und Norddeutschland jeweils miteinander vernetzt. „Dies gewährleistet eine hohe Planungssicherheit und eine schnelle Verfügbarkeit“, so Zumsteg.
Eine weitere Stärke ist die Dekorvielfalt im Plattenwerkstoffbereich mit über 1000 lagernden Dekoren. Vom Schichtstoffhersteller Resopal, Groß-Umstadt/DE, lagert Götz sogar das komplette Plattenangebot ein. „Verkaufsunterstützend bieten wir zu allen eingelagerten Platten unseren Kunden einen direkten Musterservice“, freut sich Zumsteg. Bei Bedarf kann der Kunde ein entsprechendes Handmuster anfordern und bekommt dieses kurzfristig zugeschickt.
Für 2010 wird Carl Götz im Schnittholzbereich ein umfangreiches Angebot an Fensterholz-Rohkanteln anbieten. „Ziel ist es, die Anforderungen aus der neuen Wärmeschutzverordnung mit diesen Kanteln abzudecken“, prognostiziert Zumsteg.
Marketing als weiterer Erfolgsfaktor
Anfang 2010 wird der neue Web-Shop erscheinen, der dem Kunden noch mehr Flexibilität einräumt. Übersichtliche Lagertabellen zeigen dem Kunden auf einen Blick, an welchem Standort die Ware zu welchem Zeitpunkt verfügbar ist. „Der Shop soll den Kunden auch in der vorausschauenden Planung unterstützen.“
Carl Götz bietet seinen Kunden als Dachmarke eigene Kollektionen der lagernden Produkte an und unterscheidet sich damit von anderen Holzhändlern. Mit dem neuen, auf dem Branchentag in Köln erstmals vorgestellten Dekor-Express 1000+ kann der Kunde zum Beispiel nach dem Hersteller oder nach dem Dekor suchen. „Letzteres erlaubt eine herstellerunabhängige Wahl“, zeigt Zumsteg auf.
Alle in den Karten präsentierten Artikel sind sichergestellte Lagerwaren und kurzfristig verfügbar. „Zusätzlich braucht der Kunde bei kleineren Aufträgen dadurch keinen Mindermengenzuschlag aufzubringen.“
Außerdem veranstaltet Carl Götz praxisnahe Workshops und Seminare zu unterschiedlichen Themen. Zum Beispiel wurde 2009 ein Reklamationsseminar für Handwerker durchgeführt. „Am 5. Februar 2010 findet wieder unser beliebter Holzbautag in Ulm statt“, eröffnet Zumsteg. Götz hat für seinen Seminar-Einsatz in der Zusammenarbeit mit Westag und Getalit, Rheda-Wiedenbrück/DE, sogar den Preis „Erfolgreichster GetaCore-Partnerbetrieb 2009“ erhalten.
Kundenclub
Ebenso hat man den Kundenclub „Holzfüchse“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ein vertriebs- und marketingunterstützendes System vom Händler für den Handwerker. Das Projekt ermöglicht dem Handwerker eine aktive Stammkundenbindung und Neukundenakquise. Man unterstützt die Mitglieder mit hochwertiger und individualisierter Werbung - der Handwerker wird zur Marke. Im Türen-, Boden- und Terrassen-Sektor bietet Carl Götz seit 2006 die Eigenmarke GPK an. „Dadurch entsteht eine Kooperation zwischen dem Großhändler und dem Handwerker. Seit der Einführung beobachten wir eine dynamische Entwicklung“, erläutert Zumsteg. Die Eigenmarke bietet dem Handwerker ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine geringe Vergleichbarkeit. Neben der Eigenmarke werden über alle Produktbereiche namhafte Industriemarken angeboten.
Holzbau mit Ultralam
2010 nimmt Carl Götz Ultralam von Steico ins Produktangebot. Dabei wird Ultralam in großen Materialstärken und vielen Formaten verfügbar sein. Modernes Furnierschichtholz bringt eine besonders hohe Festigkeit und gute Schraubenauszugsfestigkeit, heißt es bei Steico.
In diesem Zusammenhang bietet Götz zusätzlich den Zuschnitt und die Bearbeitung der Platten durch Partnerunternehmen an. „Wir wollen 2010 die Holzbau-Abteilung strategisch ausbauen“, kündigt Zumsteg an.
Die Firma Götz ist Lieferant namhafter Objekte, mit dem gelieferten Holz von Carl Götz wurde zum Beispiel das Podest beim Papstbesuch in München verwirklicht. „Sogar der Papst vertraut auf unser Holz“, kommentiert Zumsteg schmunzelnd.
– MS
Gute Stimmung am 10. Branchentag Holz des GD Holz in Köln.
Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V., Berlin, konnte mit seinem 10. Branchentag Holz in Köln vom 10. – 11.11.2009 mehr als zufrieden sein. „2700 Besucher, 168 Aussteller auf 158 Ständen mit insgesamt 5000 qm Fläche sind eine sehr gute Bilanz“, so Hauptgeschäftsführer Dr. Rudolf Luers. Damit liegt der Branchentag auf dem hohen Niveau der letzten Veranstaltung von 2007 - und das im schwierigen Jahr 2009, in dem die meisten Messeveranstalter Rückgänge um 20 % verkraften müssen. Nicht so der Branchentag Holz, der als die Branchenveranstaltung wiederum sehr erfolgreich seine Nische besetzt und weiter ausbauen wird.
Die Mischung aus Messe, Kongress und Branchenabend ist bei allen Teilnehmern wieder sehr gut angekommen, der Branchenabend fand diesmal mit 1400 Teilnehmern auf zwei Ebenen im Congress-Centrum Nord der Messe statt.
Die Stimmung während der Veranstaltung wurde von den meisten Teilnehmern als gut bezeichnet, die Aussteller waren mit der Frequenz an den Ständen weit überwiegend sehr zufrieden. Ausschlaggebend dafür ist die hohe Qualität der Besucher, da fast ausschließlich Entscheider zu der Veranstaltung kommen. Die Industrie nutzte die Möglichkeit für einen starken Markenauftritt und unterstreicht so die hohe Bedeutung des Absatzkanals Holzfachhandel.
Der Besuch von annähernd 30 Fachpresseredaktionen zeigt auch das große Interesse der Fachmedien am Branchentag Holz.
Erstmals war auch der Veranstalter GD Holz mit einem eigenen großen Stand vertreten, der von den Besuchern sehr gut angenommen worden ist und als Kommunikationsplattform zu „dem“ Treffpunkt der Branche geworden ist.
Programmatischer Höhepunkt des 10. Branchentages Holz war die Verleihung des „Woody Award“ an 4 Unternehmen der Branche. Ausgezeichnet wurden die Handelsunternehmen Lueb und Wolters im Stilwerk Düsseldorf, Borken, Holzland Waterkamp, Nordwalde und Holz Reimann, Bad Harzburg für herausragende Konzepte zu Präsentation, CSR Strategie und Kundenbindung. Den Preis für das beste Produkt konnte diesmal die Firma LEBO Doors and Frames, Bocholt, für seine Innentür „Alrik“ gewinnen.
Der 11. Branchentag Holz findet am 9. und 10. November 2011 in Köln statt.
Einer für alles.
Verstärkte Zusammenarbeit mit dem Handel Carl Götz, Neu-Ulm/DE, baut sein Händler-Vertriebsnetz (DE, AT , CH) deutlich aus. Das Unternehmen sieht dadurch Vorteile in der Mengenbündelung bei der Industrie und in einer stärkeren Ausnutzung der Marketinginstrumente. Daneben plant Götz Nischenprodukte am Markt einzuführen und das Importkonzept weiter zu stärken.
Das große Zukunftspotenzial im Händler-Händler-Geschäft zeigte das Händlertreffen am 10. Juli an unserem Standort in Neu-Ulm“, macht Carl Götz-Geschäftsführer Max Zumsteg deutlich. 50 Händler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz informierten sich über die wirtschaftlichen Chancen, die durch die Zusammenarbeit mit Carl Götz entstehen können.
Die Kundenstruktur ist bei Götz 15 % Händler, 25 % Industrie und 60 %Handwerk. „In den vergangenen vier Jahren konnten wir den Umsatz mit den Händlern um jährlich 15 % steigern“, freut sich Zumsteg. Laut ihm wurde dies durch die verstärkten Maßnahmen in der Zusammenarbeit mit den Händlern erreicht. Bei Götz können diese durch innerbetrieblichen Warenaustausch auf ein Sortiment von 12.000 Lagerartikel zugreifen. „Dadurch sparen unsere Kunden Lagerkosten ein. Wir haben zum Beispiel über 1000 dekorative Plattenwerkstoffe auf Lager. Neben unserem Steckenpferd dem Sperrholz, bauen wir auch andere Importkompetenzen auf. In Kürze bekommen wir den Generalvertrieb von einem Laub-Massivholzwerk“, prognostiziert Zumsteg. Dem Händler wird durch die Frei-Haus-Preise an 13 Standorten eine sichere Kalkulationsbasis geboten. „Dem Kunden bieten wir ein bequemes Bestellverfahren und eine kurzfristige Verfügbarkeit aus unseren Lagern im In- und Ausland“, informiert Zumsteg. „Dabei ist eine wirtschaftliche Abwicklung von einer Palette bis zum Rahmenvertrag möglich. Ein Direktimport wird ab fünf Paketen durchgeführt.“ Ebenso gewährleistet Götz eine klare Preisdifferenzierung zwischen Handwerker und Handel.
Marketing mit Götz.
Den Händlern steht Carl Götz bei ihrer Marketingarbeit zur Seite. Prospekte, Kataloge und Informationsbroschüren von Götz, können individuell mit dem unternehmenseigenen Logo und Corporate Design gedruckt und an die Kunden verteilt werden. Ebenso werden individuelle Verkaufspreislisten zur Verfügung gestellt. „Wichtig ist uns auch der verlässliche Kundenschutz bei Direktgeschäften. Wir verfahren diskret und geben keine Informationen an Dritte weiter“, versichert Zumsteg.
Die Strategie des Unternehmens ist die 100 %-ige Großhandels-Ausrichtung mit einem vielfältigen Sortiment. „Es werden darin keine Baustoffe aufgenommen und wir werden keine eigene Bearbeitungskapazität aufbauen“, sagt Zumsteg. Zum Branchentag Holz in Köln (10. bis 11. November) präsentiert Carl Götz das Händler-Konzept im Detail.
Energietag – Carl Götz informiert mit weiteren Betrieben aus der Region auf dem Münsterplatz über die Möglichkeiten des effektiveren Bauens.
Ulm - Für die Zimmerleute war es offenbar ein Freudentag. Immer wieder setzten sie zu ihrem traditionellen Zimmermannsklatsch an, bei dem sich zwei der kernigen Handwerker rhythmisch gegenseitig abklatschen. Der Anlass war der Energietag auf dem Ulmer Münsterplatz, auf dem Firmen aus der Region an 41 Ständen über das Thema Energie informierten.
Die Zimmerleute spielten die Hauptrolle bei der Veranstaltung, die zum dritten Mal im Zentrum der Donaustadt über die Bühne ging. Schließlich sind sie Experten beim Thema Dach und Dämmung. Wie auf Tafeln zu lesen war, gehen bis zu 18 Prozent der Wärme in einem Haus allein über das Dach verloren. Als vertretender Handelspartner zum Thema „Energieeffizientes Bauen und Sanieren“ war der in Neu-Ulm ansässige Holzhändler Carl Götz GmbH mit vertreten. Mit einem eigens gebauten Dämmhäuschen wurden den Besuchern, diverse Dämmmöglichkeiten für Dach, Wand sowie Decke demonstriert. Ergänzend wurde der Verbraucher durch die rechtzeitig zum Energietag erschienene Energiesparbroschüre, mit wertvollen Tipps rund um die Sanierung gut beraten.
Doch auch andere Betriebe waren auf dem Münsterplatz versammelt – Öfen, Fenster und Photovoltaik- Elemente waren ebenso zu begutachten wie Bio-Dämmstoffe und auch sparsame Autos. Dazu gab es jeweils die passende Beratung vom Fachmann. „Die Bevölkerung interessiert sich immer mehr für das Thema Energie“, sagt Ulrike Sautter von der Wirtschaftsförderung der Stadt Ulm, „doch es gibt auch viel Verunsicherung.“ Eine Veranstaltung wie der Energietag könne Gutes bewirken und den Menschen bei der wichtigsten Frage helfen: An wen muss ich mich wenden?
Bauen mit Holz spart Energie – Artikel in der SüdwestPresse.
Ausstellung auf dem Münsterplatz: Besucher fahren Slalom mit Elektroroller.
Wärmedämmung, Brennstoffzelle, Mobilität: Dafür interessierten sich beim dritten Energietag in Ulm schätzungsweise 8000 Besucher.
NINA RECKMANN
Ulm. „Allez hop! Sparren hoch, Sparren rein und Sparren ab!“, rief Reinhold Müller von der Zimmer-Innung Ulm gestern laut über den Münsterplatz. Mit seinen Kommandos wies er 13 weitere Zimmermänner an, die in etwa zehn Minuten einen schwebenden Dachstuhl aufbauten, der in der Mitte von einem Pfosten mit Drehgelenk gestützt wurde. Danach sprangen die Männer selbst auf die Balken auf, drehten sich im Kreis und führten umringt von zahlreichen Zuschauern den traditionellen „Zimmermannsklatsch“ auf.
„Baut man mit Holz, spart man Energie“, sagte Karl-Heinz Schmid, Obermeister der Zimmer-Innung, zu der Aktion beim dritten Energietag in Ulm. Durch Musik und Gesang angezogen, ging auch Walburga Stickel aus Langenau zwischen den 41 Informationsständen hindurch. „Mein Haus hat auch so einen Dachstuhl, der ist aber nur teilweise gedämmt“, sagte sie. Gestern erkundigte sie sich über mögliche Sanierungsmaßnahmen.
Rund 8000 Besucher seien auf dem Münsterplatz gewesen, schätzt Ulrike Sautter von der Wirtschaftsförderung der Stadt Ulm, unter deren Regie die Veranstaltung lief, am Abend. Beim Stand des Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm waren viele vor dem Zukunfts-Modell einer Brennstoffzellen-Heizung stehen geblieben, am Stand der Fernwärme Ulm hatten einige ihren eigenen CO2-Emissionswert berechnen lassen. Andere ließen sich von Hochschulvertretern demonstrierten, wie man mit Solarenergie den Akku eines Elektrofahrrads auflädt. „Die meisten Aussteller sind mit der Resonanz zufrieden“, sagte Sautter.
Als publikumswirksam erwiesen sich zweirädrige Elektroroller, auf denen man in einem Parcour Slalom fahren konnte. Noch etwas wackelig stand Silvia Gumbold aus Neu-Ulm nach ihrer ersten Runde auf einem solchen Segway. „Je weiter du dich vor lehnst, umso schneller wirst du“, erklärte Nina Doll von der Stadtverwaltung, die in die Fahrtechnik einführte. Bis zu 25 Stundenkilometer kann man mit dem Roller fahren. Dafür benötige man aber eineMofazulassung, sagte Jürgen Ludwig von der Firma Compustore, die solche Roller vertreibt.
Bei der Auflösung der Eisblockwette versammelten sich rund hundert Besucher vor dem wärmegedämmten Häuschen auf dem nördlichen Münsterplatz, das die Firma Linzmeier dort vor vierWochen aufgestellt hatte – darin ein ein Kubikmeter großer Eisklotz. Das geschmolzene Wasser wurde abgelassen und das Ergebnis stand fest: 11,6 Prozent waren geschmolzen.
„Das zeugt von einer guten Dämmung“, sagte Oberbürgermeister Ivo Gönner. Zuvor hatte er in einer Rede betont: Es sei auch aus wirtschaftspolitischer Sicht wichtig, Wasserkraft, Windkraft und Sonnenenergie zu nutzen. „Nur so können wir uns im Krieg um Energiequellen unabhängig machen.“
GD Holz veranstaltet Informationsreise für die Publikumspresse.
ewi. Beim 34. Deutschen Holzhandelstag in Stuttgart wurde der Beschluss gefasst, den Holzhandel stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
Bereits Anfang Juli wurde die erste Aktion gestartet, die dem Holzhandel und den durch ihn vertriebenen Produkten Aufmerksamkeit beim Konsumenten verschaffen soll. Der GD Holz, unterstützt vom HDH, dem Hauptverband der deutschen Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie, lud zu diesem Vorhaben rund 20 Journalisten aus der Publikumspresse ein, um so eine stärkere Resonanz beim Endverbraucher zu erzielen. Als Vorzeigebetriebe wurden dabei das Holzforum der Klöpfergruppe in Kirchheim bei München sowie der Stammsitz der Carl Götz GmbH in Neu-Ulm ausgewählt. Beispielgebend für die Holzverarbeitung und den schonenden Umgang mit den Ressourcen besichtigte die Gruppe den Fertighaushersteller Baufritz, Erkheim.
Bei den beiden Holzhandlungen wurden die unterschiedlichen Ansätze der Kundenansprache deutlich herausgearbeitet. In den von der Klöpfergruppe betriebenen bislang zwei Showrooms – einer im Umland Münchens (eröffnet im Juli 2007) sowie einer in Hamburg (eröffnet Ende April 2009, vgl. HZ-Nr. 24 vom 12 Juli) – können Handwerksbetriebe sich einmieten und mit den zur Verfügung gestellten Materialien ihre Kunden beraten – eine völlig neue Kommunikationsform zum Endkunden hin. Der Handwerker kann auf ein komplettes Sortiment an Innenausbaumaterialien zurückgreifen, ohne selbst eine Ausstellung vorhalten zu müssen. Darüber hinaus kann er durch seinen „Standort“ im Holzforum sein Einzugsgebiet enorm erweitern – und er erhält eine attraktive Adresse in Ballungsgebieten zu vergleichsweise geringen Kosten. Das Holzforum steht – ohne dass die Klöpfergruppe dabei in Erscheinung tritt – nur Netzwerk-Mitgliedsbetrieben zur Verfügung. Mitglied im Netzwerk können nur Handwerksbetriebe werden, die solide finanziert und einem hohen Qualitätsanspruch in ihrer Arbeit genügen. Die Öffnungszeiten bestimmt der Mieter/Handwerker selbst, prinzipiell kann die Ausstellung 24 Stunden am Tag an sieben Tagen der Woche genutzt werden – allerdings hat der Endkunde allein keine Zugangsberechtigung, die erfolgt ausschließlich über den Handwerker. Dieses Modell der Kundenansprache ist durchaus Erfolg versprechend und zeigt sich an den Umsätzen der Nutzer: diese konnten in den vergangenen Jahren – so der geschäftsführende Gesellschafter der Klöpfergruppe, Karl Becker – nennenswert gesteigert werden.
Dass sich die Unternehmen des Holzhandels vom „Bretterverkauf“ weg entwickelt haben und heute durchaus mit „Hightech“-Unternehmen aus anderen Branchen vergleichbar sind, wurde bei Carl Götz in Neu-Ulm sicht- und erlebbar. Sowohl die Kommunikation mit den 55 Außendienstmitarbeitern als auch das hoch komplexe, Computergesteuerte Hochregallager mit chaotisch geführtem Lagerbestand machen deutlich, dass nichts mehr ohne den Einsatz von EDV und Internet geht. 12000 Lagerartikel, ein Lieferprogramm, das 35000 Artikel umfasst, 195000 Lieferungen im Jahr, die logistische Vernetzung von 13 Standorten und 59 LKWs sind nur die Randdaten, mit denen sich die Gebrüder Zumsteg als Logistikdienstleister im Holzhandel positionieren. Von Teilnehmerseite wurde dieses erste „Opening“ des Holzhandels mit vielfältigen Hintergrundinformationen sehr gut aufgenommen und dürfte einen entsprechenden Niederschlag in der Berichterstattung finden.
Dynamische Jugend mit warmem Charakter.
„Die Wirtschaftskrise hat keinen Einfluss auf uns“ erfuhren die Teilnehmer der Pressereise beim Hersteller von ökologischen Fertighäusern Baufritz, Erkheim/DE. Die Reise fand vom 30. Juni bis 1. Juli statt.
Organisiert wurde die Pressereise vom Hauptverband der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HDH), vom Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) und vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). „In Deutschland stehen Energiesparmaßnahmen im Vordergrund der Renovierungsinvestitionen. Das betrifft im Wesentlichen das Dach, die Fenster und die Fassade“, erklärt der Geschäftsführer des GD-Holz Josef Plössl. Das Wachstum findet überwiegend in starken Wirtschaftsregionen statt. Dort lässt sich ein Trend, im Zuge der Urbanisierung, hin zum Geschosswohnungsbau erkennen. Der private Wohnungsneubau wird sich auf niedrigem Niveau stabilisieren. „Das Bauen im Bestand hat das Neubauvolumen überholt“, informiert Plössl. Daraus ergeben sich kleinere Auftragsvolumina als bei Neubauten mit einer differenzierten Produktpalette, speziellen Produkten und Problemlösungen. „Das fordert und begünstigt den Holzhandel mit seiner Logistik- und Sortimentsbündelungsfunktion“, erklärt Plössl.
2008 gab es in Deutschland 1700 Holzhandelsbetriebe. Der Gesamtumsatz belief sich auf 11,3 Mrd. €/J. Dabei sind im Holzhandel 39.000 Mitarbeiter beschäftigt. Diese beliefern 100.000 Bau- und Ausbau-Unternehmen und verteilen die Produkte an 17 Millionen potenzielle Nachfrager und Baustellen. Der Trend geht von der frischen Bauholzliste hin zum festigkeitssortierten, technisch getrockneten Bauholz. Auch wird sich die Produktpalette in Richtung Systemprodukten differenzieren. „Neben dem Warentransfer sind die Aufgaben des Handels auch die Kundeninformation und Zusatzleistungen“, zeigte GD Holz-Hauptgeschäftsführer Rudolf Luers auf. Neben den Herstellerunterlagen bietet der Handel auch vermehrt eigene Unterlagen zur Information an.
LOGISTIK großgeschrieben
Bei Carl Götz, Neu-Ulm/DE, wird den Kunden und dabei hauptsächlich Handwerkern die Möglichkeit geboten, vom Holzhandel-Unternehmen konzipierte Magazine selbst mitzugestalten und für ihr eigenes Marketing zu verwenden. „Wir unterstützen damit unsere Kunden professionell in ihrem Unternehmensauftritt vorm Endkunden“, macht Carl Götz-Geschäftsführer Max Zumsteg während seiner Präsentation im Werk deutlich. Das Unternehmen ermöglicht mit seiner Logistik und dem Hochregallager 195.000 Lieferungen im Jahr (s. Holzkurier Heft 26, S. 8). Dabei wurde 2008 ein Umsatz von 163 Mio. € erwirtschaftet. Die Kundenverteilung liegt zu 60 % im Handwerk, zu 25 % in der Industrie und zu 15 % im Handel. „Die werkstattlosen Montagebetriebe nehmen als Kundengruppe immmer mehr zu“, erklärt Carl Götz-Geschäftsführer Phillip Zumsteg.
Quelle: www.timber-online.net
Autor: DI (FH) Marcus Schild
Sicher lagern – schnell liefern.Automatische Kommissionierung über 25 m Höhe.
Ein Hochregallager mit 19.700 Palettenstellplätzen und eine Flachzone mit 5900 m2 Lagerfläche wurden beim Holzhändler Carl Götz, Neu-Ulm/DE, in Zusammenarbeitmit Ohra, Kerpen/DE, 2004 in Betrieb genommen.
Durch unsere Investitionen in die Logistik können wir die Lieferungen an unsere Kunden jetzt flexibler planen. Das neue Lagerkonzept ermöglicht uns das Versprechen: heute bestellt, morgen geliefert“, freut sich Carl Götz-Geschäftsführer Philipp Zumsteg.
135 m lang, 38 m breit und 25 m hoch präsentiert sich das mit acht Regalzeilen ausgestattete Hochregallager bei Carl Götz. Systraplan lieferte die Hochregalbediengeräte und Galler in Kooperation mit Ohra die Lagersysteme. Je nach gelagerter Ware wurden vier unterschiedlich große Fachtypen (maximale Fachbreite 6,1 m) eingebaut.Die maximale Fachtragfähigkeit beträgt 12 t. 2532 Fächer sind im gesamten Hochregal auf 13 Ebenen verteilt. Zwei vollautomatische Kommissionierungs-Anlagen sind das Herzstück der Lagerung. Computergesteuert werden die Aufträge bearbeitet. Nach der Eingabe der Kundenbestellung sammeln die 50 t schweren Schlitten die Ware mit maximal 160 m/min ein. Dabei sorgen Verschiebewagen für den Einsatz in allen vier Gassen.Die Anlagen können durch Teleskopgabeln von unten komplette Pakete ein- und auslagern. Zum anderen werden durch einen Vakuum-Saugrahmen einzelne Platten selbstständig kommissioniert. Ein Regalbediengerät nimmt bis zu 5 t Material auf. Die Einlagerung eines Paketes kann in 2 Minuten erfolgen. Das Auslagern einer Platte mit der Bereitstellung im Versand erfolgt in 4,5 Minuten. „Die Anlage bringt somit die Kundenaufträge wie bestellt in kürzester Zeit vollautomatisch zur Übergabestation“, erklärt Ohra-Gebietsverkaufsleiter Robert Boden, der bei der Planung und Beratung des Hochregals und der Flachzone Carl Götz unterstützt hat. Die Materialzuführung für die Bediengeräte im Wareneingang erfolgt mithilfe von speziellen Übergabefächern über 4,5 t Vierwegestapler als auch mit Frontstapler. Gleiches geschieht bei der Warenübergabe im Versand.
Der Materialfluss erfolgt mittels Rollenbahnen die über Scherenhubtische miteinander verbunden sind. Die Anlage läuft im Zweischicht-Betrieb.Laser überwachen den reibungslosen Verlauf der Kommissionierung und halten bei Störungen die Anlage automatisch an.Flachzone mit 5900 m2 Lagerfläche Mit Kragarmregalen von Ohra wurde der zweite 120 m lange Lagerbereich ausgestattet. „Hier lagern bei einer Regalkapazität von 5400 lfm Fachlänge, KVH, BSH, Schnittholz, Leimholzplatten und Fensterkanteln in den dafür geplanten Regalfächern“, informiert Boden. „Unsere Regalarme sind in Länge, Stärke und Abstand auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt“, beschreibt er den Aufbau der Lagerung.
In der Flachzone werden von der automatischen Anlage schwer zu handhabende Hölzer und Werkstoffe mit einer Länge über 6 m kommissioniert. Außerdem wird Bulkware (z. B. Dämmstoffe) gelagert, die nur paketweise verkauft wird. Die Beschickung erfolgt mit einem schienenzwangsgeführten Vierwegestapler. „Dadurch kann der Kunde innerhalb der Schmalgasse mit Vollgas diagonal fahren“, weiß Boden. „Dies bringt dem Kunden auch viel Zeitersparnis“, ergänzt er. Im Schnittholzbereich wurden Ohra-Regalarme mit einer Länge von 2,4 m gewählt. Das ermöglicht eine doppelte Einlagerung der Ware.
Der neue Deutsche Meister der Tischler- und Schreinergesellen heißt Silvan Idler. Der 23-jährige aus Rudersberg in Baden-Württemberg hat den Leistungswettbewerb des Gewerks in der Meisterschule Ebern gewonnen. Der Bundesverband Holz und Kunststoff (BHKH) hatte den Titelkampf vom 3. bis 5. November ausgerichtet.
„Der Wettbewerb war super“, bilanzierte Idler. „Aber am Ende war es auch anstrengend.“ Nach der Siegerehrung stand dem frisch gebackenen Titelträger die Freude ins Gesicht geschrieben. „Das hat echt richtig Spaß gemacht die drei Tage.“
Vizemeister wurde Matthias Eugler aus Schönau (Bayern). Den dritten Platz sicherte sich Samuel Buchholz aus Rathenow (Sachsen-Anhalt). Idler hat seine Ausbildung in den Werkstätten Ursula Maier in Markgröningen absolviert. Eugler hat sein Handwerk in der Schreinerei Manfred Beinder in Weitnau gelernt, Buchholz in den Möbelwerkstätten Kiebitzberg in Havelberg.
Alle drei erhielten für ihren Erfolg je eine Handmaschine der Firma Festool. Idler bekam als Deutscher Meister obendrein ein prall gefülltes Schraubenregal von SPAX. An Eugler und Buchholz ging eine Sporttasche beziehungsweise ein Rucksack mit SPAX-Artikeln. Von der Fachzeitschrift dds erhielten die drei Sieger zusätzlich ein Gratis-Jahres-Abonnement. Für alle Teilnehmer gab es als Anerkennung ein Werkzeug-Set von Festool und eine Urkunde vom BHKH.
Insgesamt gingen 15 Jung-Gesellen in Ebern an den Start. Als Arbeitsaufgabe fertigte jeder von ihnen innerhalb von 19 Stunden ein Lowboard aus Buche und furnierter MDF (Mitteldichter Faserplatte). Designer Michael Niederhuber hatte das Stück speziell für den Wettkampf entworfen. Die Teilnehmer hatten nur eine technische Zeichnung als Vorlage. Am Ende bewertete eine Experten-Jury aus Meister- und Gesellenbeisitzern die handwerkliche Präzision der vorgelegten Werkstücke.
Der Wettkampf in Ebern fand im Rahmen des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks statt. Unter dem Motto „Profis leisten was“ (PLW) organisieren ihn die verschiedenen Gewerke alljährlich für die Jung-Gesellen des jüngsten Abschluss-Jahrgangs. Diese treten in der Regel zunächst auf Innungs- und Handwerkskammerebene gegeneinander an, dann auf Landes- und schließlich auf Bundesebene. Die Sieger kommen jeweils eine Runde weiter.
Bei den Tischlern und Schreinern gilt der Bundesvergleich als inoffizielle Deutsche Meisterschaft. In diesem Jahr wurde sie unterstützt von Festool, SPAX, Schorn & Groh, CWS-boco Deutschland, Häfele, Pollmeier, Leitz, Carl Götz und der Fachzeitschrift dds.
Erfolgreiche Absolventen geehrt.
Industrie- und Handelskammer Ulm feiert ihre Vorzeige-Teilnehmer
Feierstunde der IHK: Die Besten in irer Berufsausbuldung – darunter einige Landessieger – und die besten Absolventen einer Weiterbildung standen jetzt im Rampenlicht. Darunter viele aus dem Raum Ulm.
Ulm/Biberach. Die Industrie- und Handelskammer Ulm hat während der Feierstunde der Berufsbildung in der Biberacher Stadthalle 51 Absolventen der Berufsausbildung und der beruflichen Fortbildung mit einem Preis für hervorragende Prüfungsleistungen ausgezeichnet.
Von den sechs Landesbesten kommen drei aus unserem Verbreitungsgebiet: Markus Unkel, Lonsee (Gießereimechaniker Fachrichtung Machinenformguss, Heidelberger Druckmaschinen AG in Amstetten); Christoph Rueß, Weißenhorn (Fachinformatiker Fachrichtung Anwendungsentwicklung, Soft-Consult Häge GmbH in Langenau); Silke Merkle, Neu-Ulm (Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung, Dachser GmbH & Co. KG, Zweigniederlassung Langenau).
28 von 2509 Absolventen der dualen Ausbildung schlossen ihre Prüfung mit „sehr gut“ ab, darunter etliche aus der Region Ulm: Janine Brönner, Chemielaborantin (Balzheim), Mana Til Schneider, Bürohelferin, Barbara Schick, Kauffrau im Einzelhandel (beide Ulm), Andreas Gerlach, Kraftfahrzeugmechatroniker, Markus Teubner, Industriemechaniker (beide Erbach), Markus Unkel, Gießereimechaniker (Losee), Silke Merkle, Kauffrau/Spedition und Logistikdienstleistung (Neu-Ulm), Christoph rueß, Fachinformatiker (Weißenhorn), David Eismann, Bürohelfer (Vöhringen), Stefan Vöhringer, Elektroniker/Betriebstechnik (Ehingen), Siegfried Mang, Fachkraft für Lagerlogistik (Allmendingen).
Aus den 711 Absolventen der IHK-Fortbildungsprüfung wurden 23 Preisträger und Prüfungsbeste für ihre herausragenden Prüfungsleistungen ausgezeichnet. Aus unserem Verbreitungsgebiet sind dies: Elvira Rees, Ausbilder-Eignungsprüfung (Ulm), Sabine Wannenwetsch (Rammingen), Buddy Markou-Uhlmann, Geprüfter Handelsfachwirt (Neu-Ulm), Christine Keller, Betriebswirt/in IHK (Illertissen), Ludwig Erdt, geprüfter Industriemeister Fachrichtung Metall (Vöhringen), Edelgard Rommel, Ausbilder-Eignungsprüfung (beide Schelklingen). Vietzepräsident Friedrich Kolesch und Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle gratulierten den Absolventen zu den Leistungen.
Hochregallager gilt im Holzhandel als einmalig.
In nur sieben Monaten ist in der Otto-Renner-Straße 15 in Neu-Ulm der neue Firmensitz der Holzgroßhandlung Carl Götz GmbH gebaut worden. Neben einem Verwaltungsgebäude entstand ein großes Hochregallager. Dabei beschritt das Familienunternehmen neue Wege.
JOSEF WEGERER
Von der Lessingstraße in die Otto-Renner-Straße 15: Die Neu-Ulmer Holzgroßhandlung Carl Götz GmbH hat ihren Standort verlegt. Am bisherigen Stammsitz, an dem das Unternehmen über 50 Jahre langwar, sei ein rationelles Arbeiten nicht mehr möglich gewesen, sagt Philipp Zumsteg, neben Carlos Zumsteg einer der Geschäftsführer des Familienunternehmens. Inhaber sind die Brüder Carlos, Philipp und Max Zumsteg.
Durch dasWachstumder vergangenen Jahre und Jahrzehnte, in denen sich die Carl Götz GmbH zu einem der fünf größten Unternehmen der deutschen Holzhandelsbranche entwickelt hat, waren die Lagermöglichkeiten in der Lessingstraße nicht mehr ausreichend gewesen.
Immerhin führt die Holzgroßhandlung, die bundesweit mit elf Niederlassungen vertreten ist, mittlerweile über 35 000 Artikel:
Holzplatten, Furniere, Türen und sämtliche Arten von Holzwerkstoffen in allen möglichen Formaten.
Kunden sind Betriebe, die diese Materialien weiterverarbeiten, wie Schreiner, Tischler, Zimmerleute, aber auchMöbel- und Verpackungshersteller sowie die Autoindustrie.
Bundesweitwerden sie über eine firmeneigene Lkw-Flotte mit 70 Fahrzeugen beliefert.
In der Otto-Renner-Straße fand das Familienunternehmen ein passendes Grundstückmit einer Fläche von rund 45 000 Quadratmetern. Dort ist jetzt in einer Bauzeit von nur sieben Monaten der komplette Neubau des Firmenstammsitzes entstanden. Schon von weitem ist das prägnante Gebäude des neuen Hochregallagers zu sehen. Dessen Verwirklichung war ein langwieriger Planungsprozess vorausgegangen, schildert Philipp Zumsteg den Weg zum neuen Firmengebäude.
Relativ schnell sei die Gestaltung des Verwaltungsbereichs verabschiedet worden. Nach dem Entwurf des Neu-Ulmer Architekten Bernd Kast entstand ein lichtdurchflutetes, offenes Bürogebäude, das auf drei Stockwerken ausreichend Platz für einen Teil der 110 Mitarbeiter amStandortNeu-Ulmbietet. Insgesamt hat die Carl Götz GmbH über 400 Beschäftigte.
Als wesentlich schwieriger habe sich die Konzeption des Lagers erwiesen, sagt Zumsteg. Aus den bisher neun Hallen am alten Standort sollte eine einzige große Halle werden, in der möglichst flexibel alle Materialien gelagert werden können. Zur optimalen Planung bezog das Unternehmenmit dem Neu-Ulmer Planungsbüro Mack & Partner einen Logistikberater mit ein. Für die architektonische Gestaltung wurden die Ulmer Generalplaner und Architekten Braunger & Wörtz herangezogen. Entstanden ist eine beeindruckende Hallenanlage mit einer Länge von über 200 Metern, einer Breite von 80 Metern und einer Höhe von über 25 Metern. Angesichts der Erfordernisse wurden unter einem Dach zwei unterschiedliche Lagerbereiche gebaut:
das Hochregal und die so genannte Flachzone.
Hochregallager gehören in der Industrie zwar schon längst zumStandard, doch im Holzgroßhandel mit seinen besonderen Anforderungen auf Grund des großenMix an unterschiedlichen Materialien und Formaten ist ein solches Konzept, wie es jetzt bei der Carl Götz GmbH verwirklichtwurde, eine außergewöhnliche Lösung und, wie die Redner bei der Einweihung am vergangenenWochenende hervorhoben, bislang einmalig.
Nur das Hochregallager ermögliche die Lagerung einer solch riesigen Zahl von Paketen auf so kleiner Grundstücksfläche, mit direktem Zugriff auf jedes einzelne Paket, begründet Zumsteg die Entscheidung für diese Form der Lagerhaltung. Durch beheizte Zonen im Warenein- und -ausgang und durch eine vollständige Isolierung der Halle könnten die Holzwerkstoffe optimal gelagert werden. Auch die Kosten je Stellplatz seien geringer als bei einem konventionellen Bau, und durch den mannlosen maschinellen Transport werde die Plattenbeschädigung auf einMinimumverringert, sodass im Lager sehr rationell gearbeitet werden könne. Herzstück der neuen Anlage sind zwei vollautomatischeHochregalbediengeräte, die jeweils über 50 Tonnen wiegen. Sie können zum einen ähnlich einem Gabelstapler komplette Pakete ein- und auslagern und zum anderen durch spezielle Vakuum-Saugrahmen einzelne Platten selbsttätig kommissionieren.
„Das bedeutet, dass die Anlage uns die Kundenaufträge vollautomatisch wie bestellt zur Übergabestation bringt“, beschreibt der Geschäftsführer die Vorteile des neuen Systems. Allerdings könnten nicht alle Materialien sinnvollerweise im Hochregal eingelagert werden: So entstand für zu schweres oder zu großes Material sowie für Schnittholz und Kleinteile eine Flachzone mit eine Fläche von rund 6000 Quadratmetern. Mit den neuen Lagermöglichkeiten habe das Unternehmen außerdem sein Sortiment wesentlich erweitern können, freut sich Philipp Zumsteg. Auch sei man durch den Neubau für die Zukunft bestens gerüstet, denn Erweiterungskapazitäten seien bei der Planung bereits berücksichtigt worden.




























