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40 Jahre Holzring – Portrait über Carl Götz

Von Ahorn bis Zebrano.

„Es gibt nicht den entscheidenden Erfolgsfaktor, sondern eine Vielzahl an Kleinigkeiten im Bereich Lagerhaltung, Service & Marketing, die einen besser als die Mitbewerber werden lassen“ sagt Carl-Götz-Geschäftsführer Max Zumsteg zum langjährigen Bestehen der Carl Götz GmbH.
In über 60 Jahren entwickelte sich Carl Götz zu einem der führenden Unternehmen in der europäischen Holzhandelsbranche. Die Wurzeln liegen im Handel mit Sperrholz und Furnieren. Das Unternehmen ist traditionell global im Einkauf aktiv und erschließt kontinuierlich neue Bezugsquellen.
So hat man zum Ausbau der Importkompetenz den Generalvertrieb für ein polnisches Laub-Massivholzwerk, ein tschechisches Nadel-Sperrholzwerk und ein amerikanisches Sägewerk übernommen. Dadurch wird neben einer hohen Produktqualität auch die Warenverfügbarkeit gesichert.

1986 wurde das Unternehmen Andreas Popp als 100%-ige Tochter in die Carl-Götz-Firmengruppe integriert. Die Standorte Kulmbach und Auerbach sind mittlerweile wichtige Pfeiler von Carl Götz geworden. 2004 wurde der Neubau der Zentrale in Neu-Ulm mit seiner hoch automatisierten Logistik eingeweiht, 2008 dann Eichenauer, Duisburg, übernommen. „Carl Götz will auch in Zukunft konsequent investieren und plant für 2011/2012 in den Niederlassungen Herford, Neu-Ulm und Trennfeld den Bau neuer Hallenkapazität. In der Niederlassung München wurde gerade ein Erweiterungsbau eingeweiht.“

Laut Zumsteg sind die 12 Niederlassungen mit über 400.000 m2 Betriebs- und Lagerfläche ein wichtiger Erfolgsgarant. Durch einen innerbetrieblichen Warenaustausch haben die Kunden direkten Zugriff
auf über 12.000 Artikel. Es gibt fixe Austauschtage, an denen die Waren transportiert werden. Dabei sind die Standorte in Süd-, Mittel- und Norddeutschland jeweils miteinander vernetzt. „Dies gewährleistet unseren Kunden eine hohe Planungssicherheit und eine schnelle Warenverfügbarkeit“, so Zumsteg.

Die Kundenstruktur ist bei Götz 60% Handwerk, 25% Industrie und 15% Händler. Gerade im Händler-Händler Geschäft sieht man ein Zukunftspotenzial und baut daher auch konsequent ein Vertriebsnetz in D-A-CH aus. „Dem Händler wird durch Frei-Haus-Preise eine sichere Kalkulationsbasis geboten, egal ob ab einer Platte oder im Direktimport ab 5 Paketen. Durch die gemeinsame Mengenbündelung bei der Industrie sowie durch die stärkere Ausnutzung individueller Marketinginstrumente profi tieren letzen Endes beide Partner“ verspricht Zumsteg. Ebenso gewährleistet Götz eine klare Preisdifferenzierung zwischen Handwerk und Handel.
Die Firma Götz ist Lieferant namhafter Objekte, mit dem gelieferten Holz von Carl Götz wurde zum Beispiel das Podest beim Papstbesuch in München verwirklicht. „Sogar der Papst vertraut auf unser Holz“, kommentiert Zumsteg schmunzelnd.

Konsequent an der Großhandelsidee ausgerichtet, bleibt Götz dem Credo des Firmengründers Hans Zumsteg treu. Dessen Maxime war es stets, verantwortlich zu handeln wie ein Kaufmann, die Menschlichkeit aber nie außer Acht zu lassen“, berichtet Zumsteg. „Und so ziehen bei uns alle an einem Strang – von der Chefetage bis zum Lager. Mit schnellen Reaktionszeiten, kurzen Entscheidungswegen und großer Kundenorientierung. Die Carl-Götz-Firmengruppe wird auch in Zukunft mit über 450 ‚Familienmitgliedern‘ ein persönlich geprägtes Unternehmen bleiben.“

Ein Großer, der wächst (Südwest Presse 06.2011)
Holz aus aller Welt. Holzplatten, Massivholz, Holzfurniere. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (Mitte) lässt sich von den Geschäftsführern Philipp (rechts) und Christoph Zumsteg durch das Lager des Familienunternehmens Carl Götz führen. Foto: Matthias Kessler

Neu-Ulm.  Das Lager von Carl Götz reicht nicht mehr aus: Deshalb will das Unternehmen auf seinem Gelände in der Otto-Renner-Straße expandieren.

Der Bauantrag für eine neue Halle ist eingereicht. Zu den 25 000 Quadratmetern bebauter Fläche an der Otto-Renner-Straße sollen 6000 hinzukommen. Das Holzhandelsunternehmen Carl Götz plant, seine Kapazitäten zu erweitern. Es ist jetzt schon eines der größten in der Branche, der in Deutschland 1200 Betriebe angehören. "Wir sind unter den Top fünf", sagt Philipp Zumsteg, einer der Geschäftsführer in dem Familienbetrieb. Das Unternehmen beschäftigt an seinen zwölf Standorten in Deutschland 450 Mitarbeiter, davon 120 in der Zentrale in Neu-Ulm. Zumsteg: „Die Großen wachsen, die Kleineren habens schwer.“ So gelingt es Götz, Marktanteile zu gewinnen, zudem steigt die Nachfrage nach Holz, insbesondere für Renovierungen. Deshalb werden größere Lagerflächen benötigt.

Schon 2004 beim Umzug von der Lessingstraße an den aktuellen Standort war auf diesem Grundstück eine Reserve für eine künftige Erweiterung eingeplant worden. „Heute sind wir darüber gottfroh“, sagt Zumsteg. Die Genehmigung des Neubaus dürfte auch nicht allzulange dauern. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, der die Firma gestern besuchte, meint: „Das müsste flott gehen.“ Somit könnte es mit dem anvisierten Einzugstermin zwischen Weihnachten und Heilig Dreikönig durchaus klappen.

Auf Lager hat das Unternehmen 10 000 verschiedene Produkte. Platten (Spanplatten, Dekoplatten für Möbel), Massivholz (Treppen, Möbel), Böden und Türen sowie Holz für den Konstruktionsbau (Terrassenbeläge). Das Material kommt hauptsächlich aus Europa, einige Sorten von anderen Kontinenten. Der Einkauf ist weltweit aufgestellt.

Die Auswahl ist enorm – Räuchereiche aus dem Spessart ist ebenso vorrätig wie kanadischer Ahorn. Doch es gibt auch Arten, die Götz nicht anbietet: „Illegale Hölzer wegen des Raubbaus an der Natur“, sagt der Geschäftsführer Christoph Zumsteg. Und man findet in dem Lager ebenfalls keine Hölzer, die aufgrund ihrer Form und Eigenschaften keinen wirtschaftlichen Nutzen haben. Beispiel: Haselnuss.

Götz macht 60 Prozent seines Umsatzes und damit das Gros mit Tischlern, Zimmereien, Fensterbauern und anderen Handwerksbetrieben. 25 Prozent entfallen auf die Industrie (Fußbodenhersteller, Verpacker) und 15 Prozent auf kleinere Händler.

Weiteres Wachstum ist nicht ausgeschlossen. Im Holzbau liegt in Deutschland nach Einschätzung von Philipp Zumsteg noch viel Potenzial. Allerdings müsste das Unternehmen entsprechend viele zusätzliche Mitarbeiter finden. Doch der Fachkräftemangel macht es jetzt schon schwer, Fahrer für den eigenen Fuhrpark zu rekrutieren.

Artikel bei der SüdwestPresse.

Zu viel Holz vor der Hütte (Augsburger Allgemeine 06.2011)

Familienbetrieb

Zu viel Holz vor der Hütte
Das Unternehmen Carl Götz möchte eine neue Lagerhalle bauen

Von Philipp Schröders

Neu-Ulm Oberbürgermeister Gerold Noerenberg besucht regelmäßig Unternehmen in der Region, um zu schauen, „wie die Betriebe laufen und wo der Schuh drückt.“ Und der drückt beim Neu-Ulmer Holzhändler Carl Götz an einer ganz bestimmten Stelle: Die Firma braucht dringend eine neue Lagerhalle. Neben dem Hauptfirmensitz an der Otto-Renner-Straße möchte das Unternehmen ein etwa 6000 Quadratmeter großes Gebäude errichten lassen. „Ich hoffe, dass wir die Genehmigung bald bekommen“, sagte Geschäftsführer Philipp Zumsteg. Doch OB Noerenberg wollte sich nicht gleich vor Ort festlegen: „Ich möchte der Verwaltung nicht vorgreifen.“

Das Stadtoberhaupt ließ sich lieber durch die bestehende Lagerhalle führen. „Die modernste ihrer Art in Europa“, wie Philipp Zumsteg betonte. Sein Vater Hans hatte das Traditionsunternehmen von Carl Götz in den 1950er Jahren übernommen und dann kontinuierlich ausgebaut. Inzwischen gibt es in ganz Deutschland zwölf Filialen, in denen über 450 Mitarbeiter beschäftigt sind – 120 davon in Neu-Ulm. Noch immer wird der Betrieb ausschließlich von Familienmitgliedern geführt. Neben Philipp sitzen Max und Christoph, die beide den Nachnamen Zumsteg haben, in der Geschäftsführung.

Das Sortiment umfasst alles, was mit Holz zu tun hat: Massivholzplatten, Furniere, aber auch Möbelfertigteile, Fenster und Türen. Ungefähr 10000 verschiedene Produkte. Die Abnehmer sind Schreiner, andere Handwerker und die Industrie. Herzstück der zwölf Geschäftssitze sind die Lagerhallen, wo von früh bis spät ein- und ausgeladen wird. In Neu-Ulm ist das Gebäude 2004 gebaut worden. Vorher war der Firmensitz in der Lessingstraße. Jeden Tag verlassen rund 15 Lastwagen die Halle. „Natürlich randvoll mit Holz“, sagt Philipp Zumsteg.

Viele der Abläufe sind automatisch. Ein Kran mit Saugnäpfen fährt zwischen Regalen hin und her, die so hoch sind wie ein dreistöckiges Haus. Die Anlage ist rund um die Uhr in Betrieb. „Eigentlich weiß nur der Computer, wo sich was befindet.“ Die Hölzer stammen aus der ganzen Welt: Nussbaum aus Nordamerika liegt neben Eiche aus dem Spessart. „Wir führen nur Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.“ Oft ist er im Ausland, um vor Ort das Material zu überprüfen. Jeden Wald in Kanada kenne er nicht, aber dafür viele Sägewerke. Die Halle ist klimatisiert. „Das Holz muss einen gewissen Feuchtigkeitsgehalt haben, damit der Kunde es direkt weiterverarbeiten kann.“

Das Lager wird ständig mit neuer Ware gefüllt

In einem Gebäude neben der Lagerhalle liegt das Bürogebäude mit Empfangshalle und Ausstellungsraum. Hinter großen Glasscheiben sitzen mehrere Mitarbeiter und telefonieren. Sie nehmen Aufträge entgegen und sorgen dafür, dass das Lager mit neuen Hölzern gefüllt wird. Langsam geraten sie dabei aber an ihre Grenzen, der Platz wird knapp. „Deshalb hoffen wir, dass wir bis Heilig Drei König die Waren in die neue Halle einräumen können“, sagt Philipp Zumsteg.

Hier finden Sie den Original-Artikel.

WIRTSCHAFT berichtet über das Innenausbauforum (29.4.2011 Südwestpresse)

Forum bei Carl Götz.

Neu-Ulm – Das Innenausbauforum des Holzspezialisten Carl Götz ging mit mehr als 250 Teilnehmern am Standort in der Otto-Renner-Straße sowie in der Oldtimerfabrik Classic über die Bühne. Es ging dabei auch um Produkte wie dekoratives Polymerglas. Seitens Resopal wurde ein neues „Rooming Konzept“ präsentiert, das Schreinern ermöglichen soll, durch die Inszenierung von Wohnräumen zusätzliche Umsätze zu erzielen. Bei Thermopal ging es um Trends und Dekorpräsentation:

Demnach  regiert die Trendfarb Lila von Lavendel über Brombeertöne bis zum dunklen Violett immer noch die Dekor- und Wohnwelt. Kombiniert mit Grautönen oder Weiß sowie glitzernden, funkelnden Dekoren und Ornamenten geht der Trend zur edlen Klassik. Bei Holz liegt nach wie vor Eiche im Trend. Der Anbieter Stones like stones zeigte Ideen für Wand und Decke mit reproduzierten Steinpaneelen. Götz-Geschäftsführer Max Zumsteg verdeutlichte den Dekorwandel in den letzten 20 Jahren: Die Individualisierung und rasche Trendwechsel veranlassten die Hersteller, immer schneller ihre Neuheiten herauszubringen.

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Erfolgreiches „Innenausbauforum“ von Carl Götz in der Oldtimer-Fabrik Classic.

Hochwertiger Innenausbau im Fokus.

„Träume werden wahr“ – unter diesem Motto fand das diesjährige „Innenausbauforum“ der Firma Carl Götz mit über 250 Teilnehmern in Neu-Ulm statt. Es waren in erster Linie hochwertig veredelte Produkte, die im Fokus der referierenden Lieferanten Westag und Getalit AG, Resopal, Thermopal und  Stones like stones standen.

Westag und Getalit, Rheda-Wiedenbrück, stellten ihr „GetaStyle“-Programm vor. Das dekorative Polymerglas wurde auf Basis hochwertiger Polyesterharze entwickelt. Transluzente Ausführung, Tiefenwirkung, schönes Design und Kratzfestigkeit in einem sind die Merkmale des Produkts. Resopal aus Groß-Umstadt möchte neue Märkte für den Schreiner eröffnen und hat dazu ihr „Rooming“-Konzept entwickelt. Es steht für eine neue Ära, Räume zu inszenieren und Wohnlichkeiten zu individualisieren. Highlight des Vortrages der Firma Thermopal war die Trend- und Dekorpräsentation von Maren Wilbrandt. Von Lavendel übe Brombeertöne bis zu dunklen violett regiert die Trendfarbe lila immer noch die Dekor- und Wohnwelt. Kombiniert mit Grautönen oder Weiß sowie glitzerndem, funkelnden Dekoren und Ornamenten geht der Trend zur edlen Klassik. Haupttrendart im Holzbereich ist nach wie vor die Eiche.
Das Unternehmen Stones like stones aus Essen bietet „Steine, die keine Steine sind“. Die aus Fiberglas, Harz und Steinpulver reproduzierten Steinpaneele bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten für den Wohn- oder Objektbereich.
Am Ende der Vortragsserie wurde durch Götz-Geschäftsführer Max Zumsteg anhand einer Kaindl-Dekorkarte von 1987 der Strukturwandel der letzten 20 Jahre visuell verdeutlicht. War man in den 80/90er-Jahren noch mit rund 20 Dekoren ein hochkompetenter Anbieter von dekorativen Holzwerkstoffen, ist man heute bei etwa 250 Dekoren je Hersteller in Europa angelangt. Die größer werdende Individualisierung und der schneller werdende Trend zum Wechsel zwingt die Hersteller, in immer kürzer werdenden Intervallen Ideen und Neuheiten herauszubringen.
Das abschließende Highlight war der abendliche Besuch in der Oldtimer-Fabrik Classic. Die Architektur des Gebäudes ist geradezu prädestiniert für eine Hausmesse wie die der Firma Götz, an der noch zusätzlich die Lieferanten Via domo, Homatrade und Döllken teilnahmen. Berthold Braunger, der aus führende Architekt, referierte über „sein“ Vorzeigeobjekt und erläuterte, wie die ehemals denkmalgeschützte Kanonenfabrik gekonnt mit einem futuristischen Neubau verschmolzen wurde.

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